Jetzt ist es schon länger als ein Jahr her, dass ich den Vittoria Mezcal in der TNT-Version und den Barzo auf die Felgen aufgezogen habe…. Hammer ! Die Zeit  vergeht wirklich schneller als man gucken kann. Zwischendurch habe ich zwar immer den Vorderreifen an die Bodenverhältnisse angepasst (bei matschigem Boden vorne Barzo, bei trockenem Boden Mezcal) aber kann nicht über schlechteren Rollwiderstand klagen.

Am Anfang des Jahres bin ich mit dem Mezcal hinten und vorne bei vielen Rennen an den Start gegangen, sowohl bei matschigen als auch bei trockenen. Anfangs ein wenig skeptisch mit so wenig Profil bei solch einem Wetter auf die Strecke zu gehen, aber hinterher immer wieder erstaunt, was der Mezcal alles auf die Reihe bekommt.

Als dann der Bulls-Cup in Büchel angesagt war, war ich mir zunächst unsicher, ob ich mir den Barzo oder doch lieber den Maxxis Beaver bestellen sollte. Aber wie man so schön sagt : Augen zu und durch. Also bestellte ich noch schnell den Barzo, der damals echt ein echtes Schnäppchen war. Über knapp 40€ für einen derart grandiosen Reifen kann man sich wirklich nicht beschweren. Als der Barzo dann ankam ging der Erste Blick auf das Profil. Sah tatsächlich so aus wie auf dem Bild 😛 Hatte Ähnlickeiten mit dem Nobby Nic von Schwalbe, dennoch gab es Unterschiede, wie zum Beispiel die Außenkanten. Diese waren beim Barzo deutlich höher als beim Nobby Nic.

Heißt das auch gleich schlechterer Rollwiderstand ?
Nein ! In diesem Punkt nehmen sich Mezcal und Barzo so gut wie gar nichts. Im Ganzen ist der Barzo natürlich gröber als der Mezcal, aber das ist bei einem Matschreifen klar. Auch die Reifen in der Kombi sehen nicht nur durch die verstärkten, andersfarbigen Flanken super geil aus, sondern funktionieren auch noch einwandfrei.

Wo wir jetzt schon gerade beim Thema Außenflanken sind, liegt das Thema Pannensicherheit nahe. Durch die mit Graphene verstärkten Flanken der Reifen bringen die Vittoria zwar knapp 150g mehr auf die Waage als ein vergleichbarer Reifen (z.B. Schwalbe Rocket Ron). Aber das lohnt sich ! Zumal man den Gewichtsüberschuss wieder mit Tubeless wieder ablegen kann. Zudem erhöht Tubeless nochmal die Pannensicherheit um Einiges.

In meiner langen Rennsaison inklusive vieler Schieferabfahrten mit spitzen Steinen etc. hatte ich  keine einzige (!) Panne. Zuvor die Jahre kam ich meist nicht um 4-5 Pannen drum herum.

Hat das Reifenset die Saison komplett überlebt ?

Ja ! Dieses Jahr habe ich mehr als 3000km auf dem Rad mit diesen Reifen zurückgelegt und keiner der Reifen ist nur ansatzweise komplett abgenutzt.

In vielen Rennen konnten andere staunen, denn nur wenige waren fähig steile matschige Berge hoch zu strampeln. Und einer davon war ich. Viele konnte ich einfach hinter mich zurückfallen lassen, weil sie nicht den passenden Reifen hatten.

Fazit :

Bei matschigen als auch trockenen Bodenverhältnissen sind beide der Reifen eine sehr gute Wahl, allerdings schafft der Barzo es noch besser als der Mezcal sich nicht mit Schlamm vollzusetzen. Der Barzo als auch der Mezcal rollen sehr gut auf trockenem Boden, wobei der Mezcal in diesem Punkt eventuell einen kleinen Ticken besser meistert. Um eine kleine Übersicht aufzustellen, werde ich eine Art Punktetabelle bezüglich der verschiedenen Kategorien aufstellen.

KategorieMezcalBarzoMögliche Punkte
    
Rollwiderstand10910
Abnutzung9810
Fahren im Matsch7910
Pannensicherheit101010
Gewicht7610
Allround8910

Man kann sowohl den Mezcal als auch den Barzo ganzjährig fahren, wobei man doch eher zum Barzo, zumindest vorne tendieren sollte, wenn man keine Lust hat andauernd den Reifen zu wechseln, da dieser im Matsch einfach ein wenig besser rollt.  Bei meinem Gewicht (knapp 52kg) werde ich die Reifen mit Sicherheit mindestens noch eine Saison fahren können.

Der Mezcal :Zum Kaufen

Der Barzo : Zum Kaufen

1 Jähriges Jubiläum meiner Vittoria Reifen – oder auch ein bisschen länger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.