Jetzt war es so weit, endlich hatte ich die Ehre, in die anderen Radsportarten reinzuschnuppern. Das Training beim RVW Altenkessel hatte der Saarlandkader organisiert.
Was beim Hallenradsport ganz wichtig ist, das Aufwärmen! Durch die Dehnübungen und kurzen Koordinationsübungen wird potenziellen Krämpfen vorgebeugt, die bei den schnellen hektischen Bewegungen auftreten können.
Zunächst versuchte ich mich am Einradfahren. Der Erfolg nach einem einstündigen Einradtraining war zwar gering, aber immerhin schaffte ich es, eine ganze Runde in der Sporthalle zu drehen. Hierbei geht es, ähnlich wie beim Kunstradsport zu: Der Einradfahrer stellt vor dem Wettkampf eine sogenannte „Kür“ auf, die er dann bei Wettbewerben auswendig fahren muss. Der Sportler hat bei einem Wettkampf fünf Minuten Zeit, den Kampfrichtern seine Kür „vorzuradeln“. Die ausgeführten Kunststücke geben Punkte, die am Ende zusammen gezählt werden. Bei Fehlern gibt es Minuspunkte, und, wenn man unter der Zeit ist, gibt es Bonuspunkte. Wenn ich da am Ball bleiben würde, wäre da bestimmt Verbesserungsspielraum 😉
Dann ging es in eine komplett andere Richtung, das Radballspielen. Bei diesem Sport ist es Ziel, wie der Name schon sagt, mit einem Ball zu spielen. Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie Fußball. Es gibt einen Torwart, der beim Angriff aus dem Tor darf, und ansonsten das Tor verteidigen muss. Der Rest der Mannschaft versucht, den Ball durch Wegkicken mit dem Vorderrad, ins gegnerische Tor zu schießen. Bei einem erzielten Tor gibt’s einen Punkt, und das andere Team hat Anstoß.
Zuletzt war das Kunstradfahren an der Reihe. Um ehrlich zu sein, drückte ich mich davor bis zum Schluss, aber Probieren geht über Studieren. Also ermutigte ich mich trotz meiner Zweifel dazu, und fuhr meine Runden, in die ich gleich ein paar leichte Kunststücke, wie zum Beispiel den „Steiger“, der bei uns Mountainbikern „Wheelie“ heißt, eingebaut habe. Das klappte erstaunlich gut. Ich hatte jedoch so mein Problem mit den Rädern beim Radball und Kunstrad, da beide keinen Freilauf besitzen, was für mich eine extreme Umgewöhnung bedeutete, da ich ja normalerweise nur auf meinem Mountainbike mit Freilauf unterwegs bin. Noch kurz zu den Regeln beim Kunstrad: Im Wettkampf gibt 1er, sowie 2er und Duo. Ansonsten gelten eigentlich die Regeln, wie beim Einradsport.
Zum Abschluss zeigten die Stoll-Geschwister, unsere Trainerinnen des heutigen Tages, uns nochmal, wie das Kunstradfahren richtig aussieht. Diese kleine Show der beiden beinhaltete Elemente, wie einen Steiger rückwärts und das auch noch freihändig! Zu zweit auf einem Fahrrad stellte auch kein Problem dar, zumindest für unsere Trainerinnen. 😉 Da fielen einem erstmal die Augen raus, was alles möglich ist im Hallenradsport.

Radfahren mal anders – Kunstrad, Einrad und Radball
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