Nach etwas längerer Zeit melde ich mich hiermit wieder zurück. Da ich gezwungen war durch Schulisches, Privates und das viele Training eine Schreibpause zu machen steige ich gleich mit etwas Großem ein.

In diesem Sinne (auch wenn verspätet) all meinen treuen Lesern ein frohes neues Jahr !

Schon vor fast zwei Monaten fing der Saarlandkader an mit Athletiktraining, welches auf den Athletiktest ausgelegt war. Inbegriffen waren auch Grundübungen. Dieses Training leitete Franz-Peter Mailänder, der auch offensichtlich Spaß dabei zu haben schien.  Keine Selbstverständlichkeit, deswegen absolut lobenswert Franz-Peter J

Der Hintergedanke des Athletiktest stammt vom BDR, denn angeblich sollen sich mehrere Jugendliche Radsportler über Rückenschmerzen und Anderes beklagt haben. Also versuchte der BDR etwas dagegen zu unternehmen und setzte den Übungskatalog auf. In den sechs verschiedenen Kategorien, sind weit über 30 Übungen, die alle Muskelsegmente verschieden beanspruchen.
Am 21 Januar dieses Jahres stieg ich wieder in das ganze Bundesligageschehen ein. Und zwar mit dem alljährlichen Athletiktest, der seit 2017 durchgeführt wird.  Dieses Jahr fand er in Bad Orb, in der Nähe von Frankfurt, statt. In der hessischen Großturnhalle waren circa 300 Leute, obwohl es mir deutlich mehr vorkam. Allein in meiner Kategorie, U17, in der ich dieses Jahr an den Start gehen werde, nahmen über 80 Jugendliche teil. Dazu dann noch fast 60 U15 Sportler und alle Betreuer, Trainer, Eltern und Co.

Im ersten Zuge des Aussteigens aus dem Auto fiel mir direkt eine Übung ins Auge, bei der ein Schwebebalken aufgebaut war. Genannt auch als „Balancieren auf dem Schwebebalken“. Dabei gilt es über einen kleine Kasten auf den Schwebebalken zu steigen, auf dem in der Mitte ein Medizinball platziert ist. Am Anfang und Ende des Schwebebalkens ist eine 20cm große Zone markiert, in der gewendet werden darf.  In der Endzone liegt ein 3kg schwerer Sandsack, der aufgehoben werden muss. Anschließend soll sich der Sportler in die andere Zone begeben, mit übersteigen des Medizinballs, wenden, und den Sandsack wieder zurücklegen. Dabei darf weder der Medizinball noch der Sandsack runterfallen, denn sonst gilt dies als ungültiger Versuch. Letzten Endes muss der Athlet noch vom Balken sicher absteigen und der Lauf ist beendet. Für die volle Punktzahl von 5 Punkten zu ergattern muss man diese Übung innerhalb von 45 Sekunden absolvieren, ansonsten gibt es weniger Punkte.

Ansonsten war weiter noch Nichts aufgebaut, dass bedeutete, dass Übungen kommen, die nicht viel brauchen.

So war es auch, es mussten zusätzlich Klimmzüge,  Kastenbummerangtest, CKCU-Test und beidbeiniges Hüpfen über eine Bank erledigt werden.

Zu den Übungen :

  • Beim Kastenbummerangtest wird mit einer Rolle vorwärts gestartet und anschließend um einen Ball im 90° Winkel gelaufen, dann über eine Kastenteil gesprungen und hinunter durch geklettert. Den letzten Schritt wiederholt man insgesamt drei mal, bis man die Ziellinie (Matte) überquert.
  • CKCU – Test, hört sich schon sehr sehr schlimm an, ist es aber im Grunde genommen gar nicht. Es erfordert nur ein hohes Konzentrationsvermögen. Denn es wird ein 90cm breites Feld aufgezeichnet, in diesem wird die Liegestütz–Position eingenommen. Anschließend wir immer wechselseitig über kreuz mit den Fingern über die seitlichen Markierungen gegriffen.

Klimmzüge und das beidbeinige Bankhüpfen sollte so weit jedem klar sein 😉

Dann ging es auch schon los. Als eine Art „Strategie“ hatte ich mir überlegt, Klimmzüge ganz am Anfang und ganz am Ende zu machen, da die Arme sich so nochmal erholen konnten. Nach knapp 20min Wartezeit war ich an der Reihe. Im Obergriff hängend fing ich an die gewünschte Klimmzug Anzahl zu meistern, was leider nicht so wie gedacht klappte. Ich schaffte zwar 8, es wurden aber, da ich meine Arme nicht immer bis zum tiefsten Punkt gestreckt hatte nur 5 gezählt.

Ohne lange zu warten entschloss ich mich dazu, den Kastenbummerangtest als nächstes zu erledigen. Der erste Versuch ging natürlich in die Hose, da ich den in der Mitte positionierten Ball wegkegelte, also ungültig. Im Zweiten holte ich dann alles raus und konnte mit 14,5 Sekunden für die benötigten volle Punktzahl auf mein Konnte gutschreiben lassen.

Nach einer kurzen (Übungs)pause ging es gleich weiter mit dem beidbeinigen Bankhüpfen, welches ich im vorherigen Training nie wirklich auf die Reihe bekam. Aber heute war alles irgendwie ganz anders. Ich schaffte problemlos 51 von 45 geforderten Sprüngen innerhalb von 30 Sekunden. Also konnte ich die nächsten 5 Punkte einsammeln.

Der CKCU-Test war an der Reihe. Bei den Trainingseinheiten mit Runa hatte ich wie auch viele Andere die Ausschreibung missverstanden und griff nur wechselseitig über, da in der Ausschreibung schließlich nichts von über kreuz geschrieben war. Also versuchte ich mich schnell umzugewöhnen und den Test irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Was wie auch sonst nicht funktionierte. Ich schaffte innerhalb von 15 Sekunden zwar 18 Stück, die aber zu wenig für 5 Punkte waren, denn dafür mussten es 25 sein.

Zu guter Letzt war das Balancieren über den Schwebebalken im Kreislauf. Nach widererwartenden 20min Wartezeit war ich bereits in Startposition. Dann ging es rauf auf den recht wackligen Schwebebalken. Durch das klasse Kadertraining wusste ich aber ganz genau wie ich diesen meistern konnte. Und so geschah es auch, mit 35 Sekunden kassierte ich die nächsten fünf Punkte.

Erneuter Versuch an der Klimmzugstange brachte mir neun Klimmzüge, aber dennoch nur 6 Richtige, wieso ?, weiß ich diesmal echt nicht. Also war mein zweiter Versuch leider nicht mit voller Punktzahl bestückt sondern mit nur 2.

Zuletzt war der CKCU-Test noch einmal dran. Diesmal klappte es schon um einiges besser, bescherte mir aber auch nur 4 Punkte. Immerhin keine 2 😉

Zur Abgabe meines Punktekontos hatte ich ganze 22 Punkte gesammelt. Wie bei der Besprechung bekannt gegeben wurden die Banksprünge zum Auswerten bei Punktgleichheit herangezogen. Als wahrscheinlich Jüngster der ganzen U17 konnte ich mit ein paar Anderen den 33. Platz von über 80 belegen.

An dieser Stelle einen riesen Dank an Franz-Peter für das sensationelle Athletiktraining in Hirzweiler.

Rückkehr des Schreibers – Athletiktest 2018 (BNWS)

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